Native Öle

Das Wichtigste in Kürze

Native Öle werden durch das Pressen von Samen, Kernen oder Früchten einer Pflanze ohne Wärmezufuhr gewonnen. Oft werden sie auch als kaltgepresst bezeichnet. Durch diese Art der Gewinnung bleiben viele Vitamine und mehrfach gesättigten Fettsäuren erhalten, wodurch diese Öle qualitativ besonders hochwertig sind. Zu den nativen Ölen zählen typischerweise: Olivenöl, Kokosöl, Leinöl, Sesamöl, Mandelöl, Hanföl und noch viele mehr.
Auch geschmacklich unterscheiden sich native Öle von anderen Ölen, wie zum Beispiel raffinierten Ölen. Sie sind bekannt für ihren typischen, vollen Geschmack, wohingegen raffinierte Öle, wie Rapsöl zum Beispiel, fast geschmacksneutral sind. Native Öle werden gerne in Salaten verwendet, in denen der Geschmack voll zur Geltung kommen kann.
Ein Nachteil bei nativen Ölen ist die geringe Hitzebeständigkeit. Zu hohe Hitze zerstört die Inhaltsstoffe. Eine Ausnahme bildet hier Olivenöl oder Kokosöl, welche mäßig hitzebeständig sind, und daher auch zum kurzen Anbraten verwendet werden können.

Worauf beim Kauf von nativen Ölen geachtet werden sollte

Auf diese Dinge sollten Sie unbedingt achten:

Qualität
Art der Nutzung und Geschmack
Lagerung und Haltbarkeit

Qualität

Die Ausgabe Februar 2017 von Stiftung Warentest widmete sich dem Thema Olivenöl. Kein einziges der getesteten Öle schnitt mit der Note sehr gut oder auch nur gut ab. Einige Öle bekamen sogar die Wertnote mangelhaft. Es sollte darauf geachtet werden, dass „Natives Olivenöl extra“ oder „Natives Olivenöl extra vergin“ auf dem Etikett steht. Somit kann man davon ausgehen, dass qualitativ hochwertige Öl aus der ersten Pressung zu erhalten.

Bei allen Ölen sollte darauf geachtet werden, dass ein klares Herkunftsland oder noch besser eine einzelne Region zu erkennen ist, denn wenn Öle aus verschiedenen Regionen oder Länder gemischt werden, leidet oft die Qualität darunter.  

Es empfiehlt sich außerdem, Öle mit Bio-Siegel zu kaufen. Dies ist zwar keine Garantie für gute Qualität, doch Öle mit Bio-Siegel schnitten beim Stiftung Warentest immer gut ab.

Bei nativen Ölen ist es tatsächlich oft so, dass Sie für gute Qualität einen höheren Preis zahlen, welcher aber durch den vollen Geschmack und gesunde Inhaltsstoffe wieder ausgeglichen wird.

Art der Nutzung und Geschmack

Bevor Sie sich für ein natives Öl entscheiden, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, für welchen Zweck Sie es verwenden möchten, da sich die Öle vor allem im Geschmack unterscheiden. Kokosöl hat beispielsweise einen sehr süßlichen Geschmack, und kann daher nicht für jedes Gericht benutzt werden.

Zusätzlich gibt es einige Öle, die nicht für den Verzehr vorgesehen sind. Hier bitte vor dem Kauf unbedingt aufs Etikett schauen und sich vorab informieren.

Marken und Hersteller von nativen Ölen

Bekannte Marken und Hersteller sind:

Seitenbacher
Terre Francescane
Byodo
Vitaquell
Seitenbacher
Seitenbacher bietet eine sehr große Vielfalt an nativen, kaltgepressten Ölen an. Über Olivenöl, Sesamöl, Hanföl bis hin zu Schwarzkümmelöl ist so gut wie alles was das Herz begehrt vertreten. Jedes Einzelne davon ist in Bio-Qualität und so gut wie alle wurden in Deutschland, in der eigenen Ölmühle in Grünsfeld, Baden-Württemberg, gepresst. Die Öle werden in geeigneten Behältern, meist dunkle Glasflaschen, geliefert und sind gut deklariert.
Terre Francescane
Terre Francescane ist für seine verschiedenen Olivenöl-Sorten bekannt, darunter sind zum Beispiel leckeres Knoblauch-Öl, Chili-Öl, Zitronen-Öl oder Rosmarin-Öl. Das Ursprungsland ist Italien, wo die Öle in der ältesten Ölmühle Umbriens gemahlen werden. Eine Besonderheit ist, dass einige der Öle in Steingutflaschen abgefüllt werden. Auch Öl-Geschenksets können Sie von dieser Marke erwerben.
Byodo
Die Marke Byodo hat ein recht großes Sortiment an Ölen, welche alle Bio-Zertifiziert sind. Besonders ist das Angebot an Beikostölen, welche speziell für Säuglinge geeignet ist. Das Herkunftsland der meisten Öle ist Deutschland. Auch diese Öle werden in dunklen Glasflaschen verkauft.
Vitaquell
Die nativen Öle von Vitaquell sind ebenfalls alle in Bio-Qualität. Neben verschiedenen Salatölen, darunter ein besonderes Omega-3-Fettsäuren-Öl, bietet Vitaquell Kokosöl an. Eine weitere Besonderheit stellt das Argan-Öl als Speiseöl dar, welches sonst häufig nur für kosmetische Zwecke verkauft wird.

Produkt- und Verwendungsarten von nativen Ölen

Verwendung auf dem Salat

Besonders lecker schmecken native Öle in Salaten, da dort das volle, geschmacklich intensive Aroma optimal zur Geltung kommen kann. Auf Chefkoch oder anderen Seiten finden sie dazu viele Anregungen.

Dass native Öle in der Küche zum Einsatz kommen, ist wohl allseits bekannt. Doch native Öle können noch viel mehr. Sie sind besonders im Kosmetikbereich sehr vielseitig einsetzbar.

Einsatz bei Haaren und Make up

Haut und Haar profitieren von nativen Ölen, welche sehr oft herkömmlichen Shampoos, Cremes oder Seifen hinzugefügt werden. Doch um die volle Wirkung von den Ölen zu erzielen, können Sie auch in größerer Menge verwendet werden, indem man sich seine eigenen Kosmetikartikel herstellt.

Besonders Haar-, oder Gesichtsmasken können gut mit nativen Ölen vermischt werden.

Hierfür werden gerne Olivenöl, Arganöl oder Kokosöl in Kombination mit beispielsweise Honig verwendet. Sie versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und machen die Haut weich. Im Internet finden Sie dazu zahlreiche bewährte Rezepte.

Verwendung als Heilmittel

Auch als eine Art Heilmittel können Native Öle, genauso wie viele andere Naturprodukte, verwendet werden. Besonders Schwarzkümmelöl, aber auch Kokosöl, sind für ihre heilenden Eigenschaften bekannt. Sie wirken antibakteriell und fördern so Ihre Gesundheit. Meist wird auf nüchternen Magen ein Esslöffel Öl eingenommen, doch auch hierfür finden sie viele Anleitungen und Tipps im Internet.

Fazit

Native Öle sind so vielseitig einsetzbar, dass es sich wirklich lohnt, sich damit auseinanderzusetzen. Studieren Sie die Inhaltsstoffe, informieren Sie sich über die gesundheitlichen Vorteile und profitieren Sie von ihnen. Achten Sie beim Kauf auf die Deklaration und auf das Etikett sowie die Art der Verpackung, damit Sie sichergehen können, ein qualitativ hochwertiges Öl zu erwerben. Haben Sie auch keine Scheu davor, neue und vielleicht Ihnen unbekannte Öle auszuprobieren!