Die wertvolle Powerbeere: Getrocknete Aroniabeere

Sie ähnelt unserer Heidelbeere, schmeckt säuerlich und hat es buchstäblich in sich: Die Rede ist von der Aroniabeere. Mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen ist die kleine, tiefblaue Powerfrucht mittlerweile auch bei uns beliebt – mit steigender Tendenz. Wegen ihrer gesunden Inhaltsstoffe reiht sich die getrocknete Aroniabeere problemlos in die Riege der sogenannten Superfoods ein. Sie kann problemlos mit den bekannteren Gojibeeren oder Acaibeeren mithalten.

Aroniabeere: Die Beere, die keine ist 

Streng genommen ist die Aroniabeere keine Beere. Durch ihr Kerngehäuse weist sie sich, genau wie der Apfel, als waschechtes Kernobst aus. Daher ist die Frucht auch unter dem Namen Apfelbeere bekannt. Die kleine, runde Aronia wächst jedoch nicht am Baum, sondern an einem Strauch. Ursprünglich stammt die Beere aus dem Osten der USA. Mittlerweile wird sie auch in Russland, Osteuropa und Europa angebaut.

Geballte Beeren-Power

Die blaue Frucht strotzt nur so vor gesunden und wertvollen Inhaltsstoffen. Neben Vitamin A, C und E punktet die Beere mit Folsäure, Eisen, Jod und Zink und ihrem hohen Mineraliengehalt wie Kalzium und Kalium. Die enthaltenen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen gelten als gesundheitsfördernd und wirken antioxidativ, allen voran die Anthocyane.

Antioxidantien für die Schönheit

Die Anthocyane sind unter anderem für die tiefblaue Farbe der Beeren verantwortlich, schützen die Körperzellen vor den freien Radikalen und machen die Frucht nebenbei zum Beauty-Booster. Denn die Antioxidantien gelten unter anderem als Elexier für ein gesundes Hautbild. Übrigens: Nur Holunder enthält noch mehr Anthocyane als die Aroniabeere.

Aroniabeeren: So werden sie verarbeitet

Wer die reife Frucht direkt vom Strauch kostet, wird vermutlich enttäuscht sein. Wegen des hohen Gerbstoffgehaltes schmeckt die frisch geerntete Aroniabeere eher bitter. Sie erinnert zwar an die Heidelbeere, ist im Geschmack jedoch wesentlich herber. Daher wird die Aroniabeere meistens weiterverarbeitet und kommt erst dann auf den Markt: als Saft in Kombination mit Traubensaft oder Granatapfel oder als getrocknete Aroniabeere.

Getrocknete Aroniabeere: Schmackhaft und vielseitig

In der Küche entpuppt sich die getrocknete Aronia als köstlicher Allrounder. Die Trockenfrucht macht als Zutat für das Frühstücksmüsli, im Jogurt, Quark oder Smoothie eine besonders gute Figur. Tipp: Am besten lässt man die Trockenbeeren über Nacht aufquellen, bevor sie dem Müsli als Topping einen besonderen Geschmack verleiht. Auch als Snack zwischendurch eignet sie getrocknete Aronia, denn sie liefert schnell neue Energie. Die Beeren gelten obendrein als ballaststoffreich und wirken sich positiv auf das Sättigungsgefühl aus. Übertreiben sollte man es dabei nicht: eine Handvoll Beeren pro Tag reichen aus.

Köstliches mit Aronia

Als selbst gekochte Marmelade, am besten in Kombination Johannisbeeren, Äpfeln oder Sanddorn, kommt die getrocknete Aroniabeere ebenfalls groß raus. Die Beere kann außerdem wie Rosinen als Backzutat in Muffins oder Kuchen sowie für einen Teeaufguss eingesetzt werden.

Aroniabeeren anbauen

Der winterharte Aroniastrauch (Aronia melanocarpa) lässt sich problemlos im Garten oder als kleine Pflanze auf dem Balkon ansiedeln. Der pflegeleichte Strauch blüht im Mai und begeistert ab dem zweiten Jahr mit den schönen Aroniabeeren. Sie können ab Mitte August bis in den September hinein geerntet werden. Wer die Beeren bis zum ersten Frost reifen lässt, erntet, ähnlich wie bei Weintrauben, Früchte mit einem höheren Süßwert.

Aronia: Wann sind sie reif?

Sind keine grünen Stellen mehr an der Schale sichtbar und haben sich auch die Stiele dunkel verfärbt, sind die Früchte erntereif. Die Dolden können dann von den Sträuchern abgeschnitten werden.

Aroniabeeren selbst trocknen

Im Dörrapparat oder bei Umluft im Ofen (50 bis 60 Grad) können die frischen Früchte einfach selbst getrocknet werden. Dazu den Ofen vorheizen, die frisch gepflückten Beeren großzügig auf Blechen verteilen und rund zwei Stunden im warmen Ofen trocknen lassen.